Tracking nur mit Einwilligung

Website-Betreibende benötigen eine Einwilligung der Website-Besuchenden, wenn sie Dritt-Dienste einbinden wollen, bei denen der Anbieter personenbezogene Daten auch für eigene Zwecke nutzt. Dazu gehört auch das Produkt Google Analytics.

Bereits im Frühjahr haben die Datenschutz-Aufsichtsbehörden die „Orientierungshilfe für Anbieter von Telemedien“ (https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/oh/20190405_oh_tmg.pdf) veröffentlicht und im Einzelnen herausgearbeitet, unter welchen Bedingungen ein Tracking von Website-Besuchenden zulässig ist.

Trotzdem erhält der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) weiterhin eine Vielzahl von Beschwerden über Websites, die die Vorgaben der Orientierungshilfe nicht erfüllen.

Analyse-Tools, die Daten über das Nutzungsverhalten an Dritte weitergeben, dürfen danach jedenfalls dann nur mit Einwilligung genutzt werden, wenn diese Dritten die Daten auch zu eigenen Zwecken verwenden. Grundsätzlich gilt Gleiches, wenn das Verhalten der Website-Besuchenden im Detail nachvollzogen werden kann, etwa wenn Tastatureingaben, Maus- oder Wischbewegungen erfasst werden. Als zulässig eingeordnet werden kann es demgegenüber, wenn Website-Betreibende eine Reichweitenerfassung durchführen und dafür die Zahl der Besucherinnen und Besucher pro Seite, die Geräte und die Spracheinstellungen erheben, auch wenn ein Auftragsverarbeiter dies erledigt.

Die Anforderungen von Art. 28 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind dabei ggf. zu beachten. Ein Auftragsverarbeiter darf die Daten allerdings nicht zu eigenen Zwecken verwenden, wie es sich Google, der Anbieter von Google Analytics, vorbehält.

Quelle: datenschutz-hamburg.de

 

Datum

15.12.2019 - 14:00

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